
Ein Machine Vision System selbst integrieren
Machine Vision selbst in Ihrer Maschine, Produktionslinie oder Ihrem Prozess anwenden, mit den richtigen Komponenten, der passenden Software, Schulung und technischer Unterstützung, wo diese benötigt wird.
Machine Vision ist heute nicht mehr nur spezialisierten Vision Integratoren vorbehalten. Durch die aktuelle Generation von Smart Kameras, industriellen Kameras und Machine Vision Software können Maschinenbauer, Produktionsunternehmen und technische Teams immer häufiger selbst integrieren. Anwendungen wie Anwesenheits und Abwesenheitskontrolle, Code Lesen, OCR, Positionskontrolle, Maßkontrolle und End of Line Inspektion können oft intern aufgebaut, getestet und gewartet werden.
Das bedeutet jedoch nicht, dass Machine Vision einfach nur darin besteht, eine Kamera zu montieren. Ein zuverlässiges System erfordert weiterhin die richtige Kombination aus Kamera, Objektiv, Beleuchtung, Software, Montage, Triggerung und Kommunikation mit der Maschinensteuerung. Genau dort liegt der Unterschied zwischen einer Demo, die funktioniert, und einem System, das in der Produktion stabil bleibt.
Machine Vision Shop unterstützt Unternehmen, die selbst integrieren möchten, bei der Auswahl der Komponenten, mit Machine Vision Software, praxisnaher Schulung und technischer Begleitung. Sie können also selbst aufbauen und Wissen im eigenen Unternehmen entwickeln, stehen dabei aber nicht allein.
Wann Selbstintegration sinnvoll ist
Selbstintegration ist besonders interessant, wenn Machine Vision häufiger in Ihren Maschinen, Produktionslinien oder Prozessen eingesetzt wird. Für Maschinenbauer bedeutet dies, dass Vision zu einem wiederholbaren Bestandteil des Maschinenkonzepts werden kann. Für Produktionsunternehmen bedeutet es, dass Instandhaltung, Qualitätssicherung und Engineering mehr Kontrolle über Einstellungen, Produktwechsel und kleinere Anpassungen erhalten.
Die heutige Software macht dies praktischer als früher. Werkzeuge zum Messen, Suchen, Code Lesen, OCR und zur Anwesenheitskontrolle sind zugänglicher geworden. Dennoch bleibt die technische Grundlage wichtig. Ein Softwarewerkzeug funktioniert nur zuverlässig, wenn das Bild gut genug ist. Ein falsch gewähltes Objektiv, unzureichende Beleuchtung oder eine ungünstige Triggerposition verursachen Probleme, die später nicht sauber mit Software gelöst werden können.
Deshalb beginnt Selbstintegration nicht mit der Auswahl einer einzelnen Komponente, sondern mit dem Verständnis der Applikation.
Woran Selbstintegration meistens scheitert
In der Praxis scheitern selbst aufgebaute Vision Systeme meistens nicht daran, dass die Kamera nicht gut genug ist. Die Probleme entstehen häufig früher in der Bildkette oder bei der Integration in die Maschine. Ein Code ist zu klein im Bild. Ein Produkt bewegt sich zu schnell für die gewählte Belichtungszeit. Eine glänzende Oberfläche verursacht Reflexionen. Eine Maßmessung ist durch Objektivverzeichnung oder Unterschiede in der Produkthöhe nicht stabil. Ein Gut Schlecht Signal kommt zu spät bei der SPS an oder gehört nicht mehr zum richtigen Produkt.
Deshalb muss ein Machine Vision System als Gesamtsystem entworfen werden. Die Kamera bestimmt die Anzahl der Pixel und die Geschwindigkeit. Das Objektiv bestimmt, ob das relevante Detail scharf abgebildet wird. Die Beleuchtung bestimmt, ob das Merkmal mit ausreichend Kontrast sichtbar wird. Die Software bewertet das Bild. Die Maschinensteuerung muss das Ergebnis zum richtigen Zeitpunkt verarbeiten.
Was Sie neben einer Kamera benötigen
Bei einer Selbstintegration zeigt sich häufig, dass die Kamera nur ein Teil der endgültigen Systemwahl ist. Je nach Anwendung werden auch ein passendes Objektiv, Machine Vision Beleuchtung, Filter, Kabel, Montage, ein Trigger, Software, ein Vision Controller oder ein industrieller PC benötigt.
Für einfache Anwendungen kann eine Smart Kamera ausreichend sein. Bei mehreren Kameras, externer Beleuchtung, höherer Geschwindigkeit oder umfangreicherer Inspektionslogik ist ein vollständiges Vision System oft die bessere Wahl. Bei genauer Maßkontrolle wird die Wahl des Objektivs wichtiger. Bei reflektierenden, dunklen oder wechselnden Oberflächen entscheidet die Beleuchtung häufig darüber, ob die Inspektion überhaupt zuverlässig wird.
Deshalb ist es sinnvoll, Kamera, Objektiv und Beleuchtung gemeinsam auf Basis der Applikation auszuwählen. Für die technische Kamera und Auflösungsauswahl können Sie auf der Seite zur Machine Vision Kameraauswahl weiterlesen. Für die Komponentenauswahl schließen Machine Vision Kameras, Machine Vision Objektive und Machine Vision Beleuchtung direkt an diese Systemwahl an.
Software, die Ihr Team selbst nutzen kann
Software ist für die Selbstintegration wichtiger geworden. Nicht weil Software alles löst, sondern weil moderne Machine Vision Software es ermöglicht, Inspektionen selbst aufzubauen, anzupassen und zu testen.
Machine Vision Shop arbeitet unter anderem mit Datalogic IMPACT und EVT EyeVision. Diese Software eignet sich für industrielle Anwendungen, bei denen Anwender selbst Werkzeuge für Messen, Suchen, Code Lesen, OCR, Anwesenheits und Abwesenheitskontrolle sowie andere Inspektionsaufgaben einstellen möchten.
Die richtige Softwarewahl hängt von der Anwendung, der verwendeten Hardware, der gewünschten Kommunikation mit der Maschine und dem Wissensstand des Teams ab. Wichtig bleibt, dass Software immer von der Bildqualität abhängig ist. Wenn die Bildaufnahme nicht stabil ist, wird auch die Softwareeinstellung anfällig.
Schulung für Maschinenbauer und technische Teams
Selbstintegration wird stärker, wenn Ihr Team versteht, wie eine Vision Applikation aufgebaut wird. Deshalb passt dieser Ansatz direkt zu den Schulungen der Machine Vision Academy.
In diesen Schulungen lernen Techniker, Ingenieure und Maschinenbauer praxisnah den Umgang mit Machine Vision Software, Bildqualität, Toleranzen, Testbildern und Kommunikation mit der Maschine. Die Schulungen werden mit Datalogic IMPACT und EVT EyeVision durchgeführt, sodass die Teilnehmer direkt mit Software arbeiten, die in industriellen Vision Anwendungen eingesetzt wird.
Schulung ist besonders wertvoll, wenn Sie nicht nur eine einzelne Applikation lösen möchten, sondern Machine Vision häufiger selbst anwenden wollen. Das Wissen bleibt dann in Ihrer Organisation und macht zukünftige Projekte schneller, besser und weniger abhängig von externer Kapazität.
Consultancy, wenn technische Entscheidungen kritisch werden
Selbst integrieren bedeutet nicht, dass jede Entscheidung intern getroffen werden muss. Bei Anwendungen mit hoher Geschwindigkeit, kleinen Toleranzen, reflektierenden Produkten, begrenztem Einbauraum oder komplexer SPS Kommunikation kann gezielte Unterstützung viel Zeit sparen.
Mit Vision Consultancy schaut ein Machine Vision Engineer auf die Applikation, die Bildaufnahme, die Komponentenauswahl und die Integration in die Maschine oder Linie. Das kann im Vorfeld bei der Systemwahl, während der Tests oder bei der Beurteilung einer bestehenden Anwendung erfolgen. Die Rolle der Consultancy besteht darin, Risiken zu reduzieren, ohne das Projekt vollständig zu übernehmen. Sie integrieren weiterhin selbst, erhalten aber Unterstützung an den Punkten, an denen falsche Entscheidungen später teuer werden können.
Sie bauen selbst, aber nicht allein
Dieser Ansatz richtet sich an Unternehmen, die Machine Vision praktisch anwenden möchten, ohne alles auszulagern. Maschinenbauer können Vision als Bestandteil ihres Maschinenkonzepts einplanen. Produktionsunternehmen können mehr Kontrolle über Einstellungen, Wartung und Erweiterung erhalten. Qualitätssicherung und Engineering Teams können Inspektionen besser beurteilen und anpassen, wenn sich Produkte oder Prozesse ändern.
Machine Vision Shop liefert dafür nicht nur einzelne Komponenten, sondern unterstützt den Weg zu einem funktionierenden System: Kamera, Objektiv, Beleuchtung, Software, Schulung und Beratung, wo diese benötigt wird.
Besprechen Sie Ihre Vision Applikation
Möchten Sie selbst ein Machine Vision System in eine Maschine, Produktionslinie oder einen logistischen Prozess integrieren? Nehmen Sie Kontakt mit uns auf, um Ihre Applikation zu besprechen. Gemeinsam bestimmen wir, welche Komponenten, Software, Schulung oder Begleitung nötig sind, um zuverlässig zu starten.