RICOH / OPTOWL

Optowl / Ricoh Objektive für Machine Vision Anwendungen

Optowl Objektive, vielen Ingenieuren noch als Ricoh Machine-Vision-Objektive bekannt, werden in industriellen Bildverarbeitungssystemen eingesetzt, wenn Sensorformat, Arbeitsabstand, Bildfeld und erforderliche Detailauflösung sauber zusammenpassen müssen. Der Markenname ändert sich, das technische Problem bleibt jedoch gleich: Das Objektiv muss das relevante Produktdetail mit ausreichender Schärfe, Kontrast und Wiederholbarkeit auf den Kamerasensor abbilden. Wenn das Objektiv nicht zum Sensorformat oder zur Pixelgröße passt, löst eine höhere Kameraauflösung das Inspektionsproblem in der Praxis nicht.

Viele Ingenieure suchen weiterhin nach Ricoh Objektivserien wie FL-CC, FL-BC oder FL-HC, weil diese Objektive bereits in bestehenden Maschinen und Produktionslinien eingesetzt werden. Beim Austausch oder bei der Auswahl eines solchen Objektivs reicht die Brennweite allein nicht aus. Sensorformat, Bildfeld, Arbeitsabstand, Blende, Randabbildung, minimale Pixelgröße und zulässige Verzeichnung bestimmen gemeinsam, ob das Bild über den gesamten Inspektionsbereich nutzbar bleibt.

Die ehemaligen Ricoh FL-Serien werden von Optowl weiterhin als FA / Machine-Vision-Objektive für unterschiedliche Auflösungs- und Sensorklassen positioniert, darunter VGA-, 2-Megapixel-, 5-Megapixel-, 9-Megapixel- / 12-Megapixel-, Line-Scan-, UV- und Zoomobjektive. Bei der Auswahl oder beim Austausch eines dieser Objektive ist die Artikelnummer daher nur der Ausgangspunkt. Prüfen Sie immer, ob Sensorformat, Brennweite, Blendenbereich, minimale Objektentfernung, minimale Pixelgröße, Bildwinkel und Filtergröße zur Kamera und zum Inspektionsaufbau passen.

Optowl / Ricoh Objektive werden häufig für Qualitätsprüfung, Messung, Positionierung, Pattern Matching, Alignment und Oberflächeninspektion mit Industriekameras eingesetzt. In der Praxis wird die Objektivauswahl besonders kritisch, wenn kleine Defekte erkannt werden müssen, wenn Messungen nahe am Bildrand stattfinden oder wenn der Beleuchtungswinkel den Kontrast des zu prüfenden Merkmals stark beeinflusst. Ein Objektiv, das beim ersten Test akzeptabel wirkt, kann später trotzdem zur Begrenzung werden, wenn Kameraauflösung, Beleuchtung und mechanische Montage in der Produktion stärker belastet werden.

Besonders bei Messung, Pattern Matching und Alignment entscheidet das Objektiv schnell über die Zuverlässigkeit des Systems. Eine Linse, die in der Bildmitte scharf erscheint, kann an den Bildrändern trotzdem zu wenig Detail oder mehr Verzeichnung liefern. Das wird sichtbar, wenn der Inspektionsbereich groß ist, wenn Bauteile nahe am Bildrand liegen oder wenn die Software das gesamte Bild für Messung oder Positionsbestimmung nutzt.

Prüfen Sie vor der Auswahl eines Optowl oder Ricoh Objektivs immer die vollständige Bildkette: Kameraauflösung, Sensorformat, Pixelgröße, Bildfeld, Arbeitsabstand und Beleuchtung. Für stabile Machine-Vision-Ergebnisse sollte das Objektiv gemeinsam mit Kamera und Beleuchtung ausgewählt werden, nicht erst nachdem die Kamera bereits festgelegt wurde. So vermeiden Sie typische Probleme wie unscharfe Bildränder, unzureichende Detailauflösung, geringe Fokusreserve oder Messabweichungen, die sich später nur begrenzt softwareseitig korrigieren lassen.

Detaillierte Spezifikationen der ehemaligen Ricoh FL-Serien und der aktuellen Optowl FA / Machine Vision Objektive finden Sie im Optowl FA / Machine Vision Lens Katalog.

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